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1990 - 1999

von Georg Drißen

Schwungvoll und passend zur Adventszeit erfreute der Musikverein sein Publikum im Dezember 1990 mit einem Konzert im Winnekendonker Bürgerhaus.

Wilfried Kreuels, der aufs neue durch das Programm führte, konnte nach einigen Musikstücken ein besonderes Bonbon ankündigen. Zum Gesamtorchester gesellte sich eine Original Dixieland-Band, bestehend aus Georg Derks (Posaune), Georg Drißen (Trompete), Wolfgang Hebben (Schlagzeug), Petra Hornbergs (Klarinette), Jochen Kempkes (Saxophon) und Karl Josef van den Berg (Tuba). Sie präsentierten sich in weißen Hemden mit rot-weißen Fliegen und kreisrunden Strohhüten. Auf dem Bild zusätzlich unschwer erkennbar der Dirigent Hans-Gerd Stienen.

Neben den musikalischen Darbietungen werden seit Jahren Ehrungen von runden aktiven Mitgliedschaften durchgeführt. In diesem Jahr konnte Gerhard Martens auf eine vierzigjährige aktive Musikerkarriere zurückblicken und erhielt dafür die goldene Ehrennadel von Peter Stienen, dem stellvertretenden Vorsitzenden des nordrhein-westfälischen Blasmusikverbandes.

 
 

Big-Band-Sound bildete den Abschluss des Konzertes. Solistische Aufgaben übernahmen dabei die Saxophonisten Christoph Drißen, Anno Hein, Jochen Kempkes und Hans-Gerd Leenen sowie die Trompeter Georg Drißen und Alfred Hirschmann.

 

Das Jahr 1991 war erneut ein Jubeljahr, denn der Musikverein wurde 60 Jahre alt und durfte nun bereits zum fünften Mal als festgebender Verein die Kirmes ausrichten.

Das Festjahr begann mit einem Osterkonzert in der Pfarrkirche St. Urbanus.

Auf dem Heimatabend wurde der 1. Klarinettist Gerhard Martens - unter Freunden nur als „Noli“ bekannt - zum Festkettenträger ernannt. Zu seinem Adjutanten wählte er seinen langjährigen Musikgefährten Hermann Josef Hornbergs, Spitzname „Jünk“.
 
 

v.l.n.r.: Vorsitzender Wilhelm Elbers, Adjutant Hermann-Josef Hornbergs und Gattin Hilde, Festkettenträger Gerhard Martens mit Gattin Lisbeth und der Präsident der Geselligen
Vereine Wilhelm Dicks

Ein umfangreiches musikalisches Rahmenprogramm war speziell zur Kirmes vorbereitet worden. Auch auf die herzliche Freundschaft mit dem Musikverein aus Langenalb konnten die Musiker zurückgreifen, die gerne der Einladung aus Winnekendonk gefolgt waren.

 

Der Kirmessamstag begann mit einer Festmesse. Anschließend zogen die Gastkapellen in einem Sternmarsch zum Festzelt. Daran beteiligt waren der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Kevelaer und die Musikvereine aus Kervenheim, Kevelaer, Langenalb, Twisteden und Wetten.
Den traditionellen Kirmesfrühschoppen am Sonntag gestaltete der Musikverein gemeinsam mit den Musikvereinen Herongen und Langenalb.

Am Kirmesmontag fuhren die Musiker morgens mit einem Planwagen zu „Noli“, um ihn musikalisch „aus dem Bett zu werfen“.


Danach musste auch der Adjutant „Jünk“ seinen Schlaf abbrechen, der auf dem nachfolgenden Bild zusammen mit dem langjährigen Vorsitzenden des Musikverein Langenalb Wolfgang Kalbrunner die Musiker mit einem Frühstück überraschte.

 

 

Der Höhepunkt des Tages war zweifellos die Übergabe der Festkette an Gerhard Martens.

Hier ein Auszug aus der Festrede vom Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg:

„Mit der Festkette, der höchsten Ehrung, die unser Dorf zu vergeben hat, wird in jedem Jahr ein Mitglied des festgebenden Vereins ausgezeichnet, das sich in vorbildlicher Weise um das Vereinsleben und die Dorfgemeinschaft verdient gemacht hat. Gerhard Martens ist ein solch verdienstvolles Vorbild und eine tragende Säule des Musikvereins.“ ... „Daß er sich Hermann-Josef Hornbergs zu seinem Adjutanten erkoren hat, stellt auch dessen beständige Verdienste um den Musikverein und das Vereinsleben in Winnekendonk besonders lobenswert in den Vordergrund.“ ... „Seinen großen Idealismus spiegelt am besten die Tatsache wider, dass seine 4 Kinder allesamt im Musikverein tätig waren.“
 

Trotz des leider nicht so guten Wetters während des Festumzuges – die Zugteilnehmer erreichten das Zelt tropfnass - wurde noch bis in den nächsten Morgen ein tolles Fest miteinander gefeiert.

Am Dienstag musste leider von den Freunden aus Langenalb Abschied genommen werden. Vier erlebnisreiche Tage waren vorüber, in denen alte Freundschaften vertieft und neue gebildet wurden.

Einen Tag später gingen auch für „Noli“ und „Jünk“ die schönen Festtage dem Ende entgegen. Nach einem kurzen Umzug wurde im Alten Rathaus die Festkette im Rahmen einer kleinen Feierstunde zurückgegeben.

Die nachfolgenden Jahre waren geprägt vom steten Bemühen, die Jugendarbeit voranzutreiben, die musikalische Leistung zu verbessern und den Mitgliedern ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich wohl fühlen.

Die nachfolgenden Bilder sollen nur einen kleinen Überblick verschiedener Anlässe im jährlichen Auftrittsreigen verschaffen.

Umzug am 22. Mai 1993 im Rahmen der Kevelaerer Kirmes.

„Anlass: Pressebild für den anstehenden Jugendwerbetag am 01.06.1994“

Kinderkarnevalszug am
26.02.1995

Neben der intensiven Probearbeit erwies sich die Idee, Probewochenenden bzw. Probeseminare zu veranstalten, als besonders effektiv. Hinzu kam, dass durch das zeitliche gemeinsame Proben das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter gestärkt werden konnte. Die Qualität der musikalischen Darbietung auf dem Jahreskonzert konnte nochmals verbessert werden

Durch den Einfluss jüngerer Musiker wurde die Auswahl der Musikstücke moderner, was nicht bedeutete, dass der Marsch oder die Polka vollständig aus dem Konzertprogramm gestrichen wurde.

Hier das Programm vom Jahreskonzert am 03. Dezember 1994 :

Ein offenes Ohr für die Belange der jungen Musiker hatte stets der Vorsitzende Wilhelm Elbers. Ihm war es unter anderem zu verdanken, dass sich der Musikverein den Herausforderungen der modernen Zeit stellte und neue Ideen konsequent umgesetzt wurden.

Auf der Jahreshauptversammlung im März 1996 trat er nach 13 Jahren aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Auch sein langjähriger Mitstreiter Paul van Stephaudt legte sein Amt nach mehr als 30 Jahren als Kassierer in jüngere Hände.

Links Paul van Stephaudt, daneben der noch amtierende Vorsitzende Wilhelm Elbers bei der Verabschiedung
am 02. März 1996

Nachfolger wurde Hermann-Josef Essen, der schon viele Jahre als Schriftführer tätig gewesen war, eine Vielzahl von Kindern ausgebildet und als stellvertretender Dirigent den Musikverein geleitet hatte.

Am 30. Juni 1996 wurden die aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder offiziell im Rahmen des Kirmesfrühschoppen öffentlich geehrt. Hermann-Josef Essen unterstrich in seiner Laudatio die langjährigen Verdienste von Wilhelm und Paul für den Erhalt und die Entwicklung des Musikvereins.

Wilhelm Elbers wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, der nun neben Peter Mülders als zweiter diesen Ehrentitel verliehen bekam.

v.l.n.r.: Paul van Stephaudt, Wilhelm Elbers, Schriftführer Georg Drißen und Vorsitzender Hermann Josef Essen

Der Gedanke, einen weiteren Tonträger in Form einer Musik-CD zu produzieren, konnte im Jahre 1998 verwirklicht werden.

Durch den Verkauf gelang es, einen wesentlichen Teil der Kosten für die neuen Uniformen zu decken. CD-Musikverein Winnekendonk 1998

Die neuen, blauen Uniformen wurden auf dem Jahreskonzert am 05. Dezember 1998 präsentiert.

Bild 1:
v.l.n.r. Carmen Peters, Sonja Blenkers, Stefanie Essen

Bild 2:
v.l.n.r. Sebastian Görtz, Christoph Drißen


Gruppenaufnahme im Februar 1999
In der zweiten Jahreshälfte im Jahre 1999 wurde der neue Proberaum in der öffentlichen Begegnungsstätte fertiggestellt. Doch bevor dieser endgültig genutzt werden konnte, mussten sämtliche Ausstattungen (Küchenzeile, Notenschrank, Bestuhlung) vom Verein gekauft und in Eigenleistung montiert werden.

Damit ging ein anstrengendes Jahrzehnt zu Ende.

Im Vordergrund stand aber immer die Musik. Warum wir unser Hobby als das schönste ansehen, bringen die nachfolgenden Bilder besonders deutlich zum Ausdruck.

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie uns bitte an 02832 / 978951

 

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